Eine Mentorin unterstützt beim nächsten Karriereschritt, indem sie Erfahrung, Orientierung und Kontakte teilt. Klare Ziele, gezielte Suche in frauenspezifischen Netzwerken und wertschätzende Ansprache sind entscheidend, um eine passende Mentorin in Österreich zu finden und eine tragfähige Zusammenarbeit aufzubauen.
Wer gezielt eine Mentorin für den nächsten Karriereschritt sucht, profitiert von der Erfahrung, Orientierung und Unterstützung einer erfahrenen Frau in der eigenen Branche. Eine Mentorin kann berufliche Entscheidungen erleichtern, Perspektiven eröffnen und wertvolle Kontakte ermöglichen – doch der Weg dorthin beginnt mit klaren Zielen und einer bewussten Auswahl. In Österreich gibt es zahlreiche Initiativen und Programme, die Frauen den Zugang zu Mentoring erleichtern und so den beruflichen Aufstieg unterstützen.
- Eine Mentorin hilft, den nächsten Karriereschritt planvoll zu gestalten und berufliche Herausforderungen besser zu bewältigen.
- Netzwerke und Programme in Österreich bieten gezielte Anlaufstellen für Frauen, die eine Mentorin suchen.
- Der Erfolg hängt von klaren Zielen, authentischer Ansprache und offener Kommunikation zwischen Mentorin und Mentee ab.
Was kann eine Mentorin beim nächsten Karriereschritt leisten?
Eine Mentorin ist eine erfahrene, unabhängige Ratgeberin. Sie teilt ihr Wissen, ihre Netzwerke und hilft, den Umgang mit Herausforderungen wie Wiedereinstieg, Teilzeit oder Karriereentwicklung nach einer Familienpause zu meistern. Dabei unterscheidet sich Mentoring von Coaching oder Sponsoring: Im Mittelpunkt stehen Erfahrungsaustausch und Orientierung, nicht die direkte Vermittlung eines Jobs. Gerade in Lebensphasen, in denen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder Fragen rund um den nächsten Karriereschritt relevant sind, kann eine Mentorin Brücken bauen und individuelles Wachstum fördern.
Ziele klären: Was soll sich beruflich verändern?
Bevor Frauen eine Mentorin suchen, sollten sie sich ihrer beruflichen Ziele und Erwartungen bewusst werden. Nur wenn klar ist, was sich verändern soll – zum Beispiel ein Aufstieg in eine Führungsposition, der Wiedereinstieg nach der Karenz oder mehr Selbstbewusstsein im Job –, kann gezielt nach einer passenden Mentorin gesucht werden. Die Zielklärung ist der erste Schritt und hilft, sowohl das Profil als auch die Aufgaben der Mentorin präzise zu bestimmen. Dazu gehört auch, die eigenen Stärken und Entwicklungspotenziale ehrlich einzuschätzen und schriftlich festzuhalten, was durch das Mentoring erreicht werden soll.
Welche Mentorin passt zu mir?
Entscheidend für eine erfolgreiche Mentoring-Beziehung sind die passenden Auswahlkriterien. Neben der fachlichen Erfahrung und dem beruflichen Werdegang zählen Werte, Sympathie und der zeitliche Rahmen, den die potenzielle Mentorin für regelmäßige Treffen aufbringen kann. Nicht jede erfolgreiche Frau ist automatisch eine geeignete Mentorin – entscheidend sind Offenheit, gegenseitiger Respekt und das Gefühl, voneinander lernen zu können. Auch ähnliche Lebenssituationen – etwa der Umgang mit Familienverantwortung, Teilzeit oder Führung in männerdominierten Branchen – können bei der Auswahl eine Rolle spielen.
Wo finde ich eine Mentorin in Österreich?
In Österreich unterstützen zahlreiche Netzwerke, Plattformen und Programme Frauen gezielt beim Finden einer Mentorin. Zu den bekannten Anlaufstellen zählen etwa Sorority, das Business Frauen Center, BPW Austria, IWF Austria oder die Frauen:Fachakademie Schloss Mondsee. Viele Unternehmen und Fachverbände bieten eigene Mentoring-Initiativen für Frauen an, ebenso wie berufsbezogene Vereine und Online-Communities. Es empfiehlt sich, aktuelle Informationen zu Programmen, Zielgruppen, Teilnahmevoraussetzungen und Bewerbungszeiträumen einzuholen, da diese sich regelmäßig aktualisieren [2]. Für Mütter oder Frauen nach einer beruflichen Pause gibt es zunehmend Angebote, die flexible Treffen und Austauschformate unterstützen.
So gelingt der erste Kontakt
Der Erstkontakt mit einer potenziellen Mentorin sollte wertschätzend, persönlich und zielgerichtet formuliert sein. Eine kurze Vorstellung, die eigene Motivation und eine konkrete Anfrage helfen, die Aufmerksamkeit der Mentorin zu gewinnen. Bei einer Kontaktaufnahme per E-Mail empfiehlt es sich, auf Gemeinsamkeiten oder das jeweilige Netzwerk zu verweisen und klar zu formulieren, weshalb gerade diese Frau als Mentorin angefragt wird. Offenheit und Höflichkeit sind ebenso wichtig wie der Hinweis darauf, dass Anerkennung und gegenseitiger Respekt im Vordergrund stehen.
Das erste Gespräch vorbereiten
Das erste Gespräch ist entscheidend für den späteren Mentoring-Erfolg. Darin sollte besprochen werden, welche Erwartungen beide Seiten an die Zusammenarbeit haben, welche Ziele im Mentoring verfolgt werden und wie oft ein Austausch möglich ist. Offenheit für Fragen, das Ansprechen von Unsicherheiten und das Einholen von Feedback sind von Anfang an wichtig, damit beide Seiten profitieren können. Für Mütter oder Frauen in Teilzeit ist es sinnvoll, gleich zu Beginn die eigenen zeitlichen Rahmenbedingungen klar zu besprechen.
Erwartungen, Zeit und Vertraulichkeit vereinbaren
Eine gelingende Mentoring-Partnerschaft lebt von klaren Absprachen. Erwartungen an die Zusammenarbeit, zeitliche Ressourcen und Regelmäßigkeit der Treffen sollten offen und ehrlich angesprochen werden. Es ist empfehlenswert, zu Beginn einen festen, aber flexiblen Rahmen zu definieren – etwa, wie oft Treffen per Video oder persönlich stattfinden und ob ergänzende Unterstützung per E-Mail möglich ist. Ebenso wichtig ist die Vereinbarung von Vertraulichkeit, damit beide Seiten ihre Erfahrungen und Herausforderungen ehrlich teilen können.
Mentoring mit Familie, Teilzeit oder nach einer beruflichen Pause
Gerade bei Familienverantwortung, im Wiedereinstieg nach der Karenz oder während einer Teilzeitphase kann Mentoring besonders hilfreich sein. Mentorinnen mit eigener Vereinbarungserfahrung können sinnvolle Tipps geben, wie die Karriere ambitioniert, aber familienverträglich weitergeht. Viele Programme bieten flexible Treffen und Austauschformate an, um den gemeinsamen Rahmen an individuelle Bedürfnisse der Mentee anzupassen [2]. Es lohnt sich, vorab zu klären, ob Kinderbetreuung notwendig ist oder ob Treffen zeitlich verschoben werden können.
Typische Probleme: Die passende Mentorin ist schwer zu finden
Trotz wachsender Angebote kann es herausfordernd sein, eine authentische und engagierte Mentorin zu finden, die wirklich Zeit und Interesse an regelmäßigem Austausch hat. Es empfiehlt sich, mit mehreren Frauen Kontakt aufzunehmen, die eigenen Anforderungen nicht zu niedrig zu setzen und auch Rückschläge als Lernchancen zu sehen. Wer offen, respektvoll und zielorientiert an die Suche herangeht, erhöht die Chancen auf eine passende Mentoring-Beziehung erheblich.
Aktuelle Entwicklungen: Mehr digitale und überregionale Mentoring-Angebote
In den vergangenen Jahren ist die Zahl an frauenspezifischen Mentoring-Programmen und digitalen Plattformen in Österreich deutlich gestiegen. Immer mehr Angebote setzen auf hybride Formate, überregionale Vernetzung und flexible Organisationsstrukturen – ideal für Frauen, die aufgrund von Familienpflichten oder Teilzeit nicht ortsgebunden sind. Dies macht Mentoring zugänglicher und individueller, gerade für Frauen mit erhöhtem Abstimmungsbedarf [2].
Woran erkenne ich, ob das Mentoring funktioniert?
Erfolgreiches Mentoring zeigt sich nicht nur an beruflichen Fortschritten, sondern vor allem an kontinuierlichem Wachstum, gestärktem Selbstvertrauen und erweitertem Netzwerk. Feedback-Gespräche und offene Kommunikation helfen, die Zusammenarbeit laufend weiterzuentwickeln. Bei Schwierigkeiten ist es legitim, die Zusammenarbeit offen zu besprechen und gegebenenfalls neu auszurichten.
Abschluss: Chancen durch Mentoring aktiv nutzen
Die Suche nach einer Mentorin ist ein aktiver Prozess, der Mut, Klarheit und Eigeninitiative verlangt. Frauen, die ihre Ziele klar definieren, passende Netzwerke nutzen und wertschätzend auf potenzielle Mentorinnen zugehen, werden mit wertvollen Impulsen und neuen Perspektiven belohnt. Gerade in lebensphasenbedingten Umbruchzeiten sind erfahrene Mentorinnen ein Schlüssel für den nächsten Schritt – beruflich wie privat. Wer dranbleibt, erweitert nicht nur das eigene Netzwerk, sondern auch den Spielraum für die eigene Karriereentwicklung.
Quellen
[2] Netzwerke für Frauen: So findest du eine Mentorin (careerloft, 2022-06-10)












